Knapp zwei Jahre nach dem Überraschungserfolg legt Entwickler Telltale nun nach und beschert uns kurz vor Weihnachten mit der zweiten Staffel von The Walking Dead. Wie viel Zeit ist bisher vergangen und geht es der kleinen Abenteurerin gut, sind nur ein Paar Fragen die mir auf der Zunge liegen.
  • Publ.: Telltale Games
  • Dev.: Telltale Games
  • Release: 17.12.13
  • Genre: Action

The Walking Dead: Season Two – Episode One: ‚All That Remains‘

Knapp zwei Jahre nach dem Überraschungserfolg legt Entwickler Telltale nun nach und beschert uns kurz vor Weihnachten mit der zweiten Staffel von The Walking Dead. Wie viel Zeit ist bisher vergangen und geht es der kleinen Abenteurerin gut, sind nur ein Paar Fragen die mir auf der Zunge liegen.

Denise

Eure Entscheidungen waren schon immer etwas Besonderes in The Walking Dead. Sie ziehen sich nicht nur durch die Episoden der ersten Staffel, sondern spielen auch in der zweiten eine Rolle. Da ich den ersten Teil auf PC und den zweiten nun auf Konsole spiele, wird ein Grossteil der Entscheidungen automatisch generiert. Da jedoch die erste Episode weiterhin gratis heruntergeladen werden kann, habe ich es mir nicht nehmen lassen, wenigstens hier ein paar meiner Entscheidungen einfließen zu lassen.

Season Two knüpft scheinbar recht nahtlos an die Geschehnisse aus Episode fünf an. Clementine sieht noch genauso aus wie vorher, scheint jedoch mental erheblich gereift, da sie mit einer Waffe in der Hand ihren Begleitern hinterher läuft. Omid und Christa, die sich nach Lees Ableben um Clementine kümmern sollten, reden jedoch recht unbeschwert über den Namen ihres ungeborenen Kindes. Etwas Zeit scheint doch vergangen zu sein, denn Christas Bauch ist erheblich gewachsen. Man kann die Unbeschwertheit der Beiden jedoch kaum nachvollziehen, wenn man die Umstände betrachtet, aber vielleicht war das Schicksal bis dato wieder besser auf sie zu sprechen.

Nachdem Clementine im ersten Teil eher eine Nebenrolle spielte, so ist sie diesmal die Hauptdarstellerin. Das nun ein kleines Mädchen statt einem kräftigen Mann unser Protagonist ist, bedeutet besonders in düsteren Situationen einen noch höheren Gruselfaktor.
Was zudem direkt auffällt, das Interface wurde ein wenig überarbeitet und Clementine kann sich zudem etwas schneller fortbewegen. Dies wird sich bestimmt noch als nützlich erweisen.

Bereits im ersten Teil hat sich gezeigt, dass nicht nur die Untoten eine Gefahr darstellen. Nachdem es scheinbar so gut für das Dreiergespann aussah, lässt die Tragödie nicht lange auf sich warten und man fragt sich unweigerlich, wieviel kann so ein kleines Mädchen noch ertragen.

Danach erfolgt ein Zeitsprung und man ist froh, dass Clementine immer noch jemanden an ihrer Seite hat. Die Geschichte ist so schon aufreibend und man möchte seine Heldin nicht auf sich allein gestellt sehen. Dennoch wirkt Clementine viel reifer und von den Erlebnissen, fernab einer unbeschwerten Kindheit, gezeichnet. Haben wir es hier mit einer jungen Lara Croft zu tun? Um nicht zuviel von der Geschichte zu veraten, nur so viel. Irgend etwas ist seither passiert, denn nichts scheint mehr so unscheinbar wie noch am Anfang. Eine regelrecht bedrückende Stimmung macht sich breit, was wiederum für die Qualitäten des Spiels spricht.

Jeder Schritt und jede Tat müssen gut durchdacht oder die daraus resultierende Konsequenzen hingenommen werden. Leider hat man nicht unbegrenzt Zeit um eine Entscheidung zu treffen, weshalb zur Qual der Wahl noch Zeitdruck hinzu kommt. Nur ein Beispiel: der Mensch braucht Nahrung, die gekocht werden muss, wofür man Feuer braucht was mitunter Andere und Unheil anlockt. Und als ob das nicht schon schwer genug wäre, muss man ums Überleben kämpfen und der Winter steht bevor.

Die Entwickler haben nicht übertrieben als sie meinten man müsse ein paar schwere Entscheidungen treffen. Und gerade das macht The Walking Dead zu so einem besonderen und großartigem Erlebnis. Bei jeder Entscheidung stelle ich mir die Frage, was wäre passiert wenn ich mich anders entschieden hätte. Ein zweites oder gar drittes Mal durchspielen ist somit garantiert. Hierbei tritt auch die Episoden-Erzählweise des Spiels positiv hervor. Während man bei Titeln wie Heavy Rain die ganze Story erneut durchspielen muss, um zu sehen was vorangegangene Entscheidungen bewirken, so reicht es hier, das Kapitel erneut zu starten und die Story vielleicht so in eine andere Richtung zu lenken.

Das Spiel sucht zu Beginn nach Save Files von den Vorgängern, um eure Entscheidungen einfließen lassen zu können.

Weiter zur zweiten Episode ->

    Pro:
  • Clementine ist dabei
  • voll von Spannung und schwierigen Entscheidungen
    Con:
  • -

Fazit:

Auch diesmal erwartet euch großes Kino. Nicht oft schafft es ein Spiel, dass man so mit dem Hauptcharakter mit fiebert. Es mag an dem tapferen Mädchen liegen, aber Clementine berührt mich noch mehr als Lee. Schwere Entscheidungen warten auf euch und nicht nur wegen des Cliffhangers am Ende der Episode kann ich den Release der Zweiten kaum mehr abwarten.
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